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HIV – Lipodystrophie

Lipodystrophie ist eine mögliche Nebenwirkung antiretroviraler Medikamente. Sie kann prinzipiell unter fast allen Medikamentenkombinationen auftreten. Neuere Therapieregime führen seltener zu Fettverteilungsstörungen.

Typische Veränderungen treten einzeln oder in Kombination oft erst nach längerer Behandlung auf:

Lipodystrophie
 Fettverschiebungen mit Zunahme im Bauch-, Nacken- oder Brustbereich.
Abnahme von Fett im Gesicht und an Armen und Beinen.
Anstieg der Blutfette (Cholesterin, Triglizeride, LDL, Abfall von HDL).
Blutzuckererhöhung, Insulinresistenz.
Milchsäure (Lactat) Anstieg im Blut.
Schädigung von Mitochondrien (Zellbestandteilen).
Osteoporose oder Vorstufen (Osteopenie).

Management

Gesicht: evtl. plastisch-chirurgische Maßnahmen, z. B. Unterspritzung mit New Fill.
Arme, Beine, Bauch: gezielte sportliche Betätigung mit verstärktem Aufbau der betreffenden Muskulatur.
Evtl. Liposuction (Fettabsaugung), z.B. bei Büffelnacken.
Rauchentwöhnung.
Wenn nötig, Behandlung von erhöhtem Blutdruck und erhöhtem Blutzucker.
Lactatkontrollen.
Evtl. Gewichtsreduktion.